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Digital Sales Manager
Digital Sales Managerin mit Kleinkind
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WIRECARD PROZESS, 3. DEZEMBER 2025

Tag 178: Das Kleinkind im Zeugenstand und die Bombe aus dem Digital Sales.



Warum Michaela Krassl (geb. Masurka) heute einer der wichtigsten Tage des Verfahrens war.

Der Stadelheimer Gerichtsaal war noch nie so laut und gleichzeitig so aufschlussreich. Eine 37-jährige arbeitslose Mutter betritt mit ihrem zweijährigen, erkälteten Kind den Zeugenstand: "Kein Babysitter, keine andere Lösung".

Das Kind rennt zwischen den Kabeln herum, quietscht, lacht, weint, schläft zwischendurch ein. Das Gericht lässt es laufen - eine der wenigen wirklich menschlichen Szenen in diesem Milliarden-Betrugsprozess.

Doch was Michaela Krassl (geb. Masurka), ehemalige Key-Account-Managerin im Digital-Sales-Bereich von Wirecard, danach erzählte, war alles andere als niedlich.

Es war der bislang deutlichste Beweis, dass der Betrug nicht erst 2015 mit den angeblichen Drittpartnern in Asien begann, sondern bereits Jahre früher, direkt im Kern des Konzerns, im High-Risk-Vertrieb in Aschheim.

Die wichtigste Aussage des Tages in einem SatzDer Digital-Sales-Bereich von #Wirecard war die echte Schaltzentrale für alles, was später als „Asien-Geschäft“ getarnt wurde. Wer ist Michaela Krassl?

- April 2010 bis Insolvenz 2020 bei Wirecard Bank und Wirecard Global Sales, nach der Insolvenz wurde sie von Banco Santander übernommen, bis auch dieser Übernahme-Träger klang- und sanglos unterging und selbst aus dem Geschäft ging

- Zuerst Customer Relations, später Key Account Managerin im Digital Sales (High-Risk: Adult Entertainment, Gaming, Krypto)

- Betreute vor allem die Kunden von Markus Fuchs, Erkin Sahin und Brigitte Häuser-Axtner

- Heute arbeitslos, kam mit Kleinkind, weil - wie erwähnt - kein Babysitter

Die Namen, die heute fielen – und die wirklich wehtun: - Brigitte Häuser-Axtner (BHA): Chefin Digital Sales, viel direkter Kontakt zu Jan Marsalek

- Markus Fuchs: „Sehr, sehr gute Freunde“ mit Ellbeck (Compliance), "oftmals in den USA gewesen" (!)

- Erkin Sahin: Ebenfalls häufig in Amerika, betreute Ray-Akawan-Firmen

- „Cat“ (cat@cestuff.com): Mysteriöse US-Kontaktperson hinter CE Cash und vielen Akawan-Firmen

- Ray Akawan: US-Pornokönig mit hunderten ähnlichen Webseiten

- Eldad Diosh & Christian Bauer (Payeasy): Brachten „wichtige Kunden“ – Brigitte Häuser-Axtner und Marsalek waren direkte Ansprechpartner

PS: James Kawaja (Allied Wallet): Wird am 10.12.2025 vernommen (!)

Die fünf brennenden Punkte: - Wirecard wollte genau die Kunden, die keiner wollte

- „Andere Banken haben diese Kunden nicht genommen

- Bei uns gab’s Konto + Acquiring aus einer Hand.“ Ablehnungsquote: vielleicht 4–5 von 50

- CE Cash, Ray Akawan und die „Firmengruppe“

- Hunderte Konten, ähnliche, aber definitiv nicht identische Webseiten, wie Richter und Staatsanwaltschaft seit Jahren herumposaunen

- Krassl: „Ich dachte, das gehört schon irgendwie zusammen.“ Sie hat lediglich KYC-Papiere beschafft – prüfen war Sache der Compliance (Ellbeck, Nebelungen).

- Eldad Diosh und Christian Bauer brachten Kunden. Brigitte Häuser-Axtner und Jan Marsalek standen in direktem Kontakt. Krassl: „Zum Schluss war Häsuer-Axtner schon nicht mehr in Deutschland.“

- Marsalek war Dauergast im Digital Sales. „Jede Woche, manchmal täglich an der Kaffeemaschine – mit Markus Fuchs und Erkin.“

- Chargeback-Listen existierten - und wurden eben nicht ignoriert. Markus Fuchs und BHA führten Listen mit Kunden, die zu hohe Rückbuchungsquoten hatten. Überschritt jemand die Grenze → offiziell gekündigt. Was danach passierte (Weitervermittlung an Payeasy, Senyo, Al-Alam), wusste Krassl nicht weiter.

Fazit: Michaela Krassl war keine Strippenzieherin. Sie war die ehrliche, voll engagierte Mutter aus der zweiten Reihe, die noch heute einen ehrlichen, authentischen emotionalen Ausbruch hier vor Gericht hat als sie aussagt, dass "ich die Insolvenz einfach aus der Presse erfuhr damals".

Sie hat jahrelang genau das gemacht hat, was man ihr auf den Tisch legte – und dabei alles mitbekommen.

Wer heute im Saal saß, hat verstanden: Der Betrug begann nicht in Manila oder Dubai.

Er begann in Aschheim, im Digital Sales von Wirecard, spätestens 2015 – wahrscheinlich noch früher. Und ganz oben wusste man ganz genau, mit wem man Geschäfte machte.

Der Prozess geht weiter. Aber heute wurde ein riesiger Schritt Richtung Wahrheit gemacht – mit quietschendem Kleinkind und allem.

#Wirecard #Justizskandal







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Dieser Artikel wurde vollständig verfasst und geschrieben von Martin Dorsch, akkreditierter, unabhängiger, investigativer Journalist aus Europa. Er arbeitet nicht für ein Unternehmen oder eine Organisation, das/die von diesem Artikel profitieren würde, er berät solche nicht, besitzt keine Anteile an diesen und erhält bis dato auch keine finanziellen Mittel von solchen.


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