Heute im Wirecard Gericht: Oliver Bellenhaus liest seine Antworten auf den vor einem Jahr vorgelegten Fragenkatalog vor.

Die Fragen werden auf den Wirecard Gerichtsprojektor geworfen, Antworten von Bellenhaus werden zu schnell zum mitschreiben vorgelesen.
Richter teilt gerade zweimal mit, dass er "von keinem Befangenheitsantrag etwas weiss", nachdem Brauns Anwalt Dierlamm nitteilte, dass zwei Wirecard Ersatzrichter offenbar abgesetzt worden sind.
Man eruierte zu Beginn der Wirecard Verhandlung, ob die Fragen überhaupt auf den Projektor geworfen werden sollen, Richter meinte, dass würde schwierig mit dem Licht und der Technik, worauf der zuständige Beamte mitteilte, dass dies "nun doch gehen würde".
Brauns Anwalt Dierlamm teilt mit, dass ein Befangenheitsantrag gegen zwei Ersatzrichter heute um exakt 9:11 Uhr im Postfach des Landgerichts abgegeben worden ist, nachdem es letzte Woche einen Eklat um diese gab.
Wirecard Richter hat diesen bisher nicht erhalten, teilt mit, dass dass Verfahren deshalb u.U. ausgesetzt werden müsste nächste Woche mindestens.
Der Wirecard Befangenheitsantrag von heute, abgegeben um 9:11 (!) von Brauns Anwalt W. betrifft offenbar die Ergänzungsrichter, die z. B. über Befangenheitsanträge gegen Richter in einem Verfahren urteilen müssen.
Die Wirecard Antworten von Oliver Bellenhau sind unmöglich niederzuschreiben, werden recht zügig vorgelesen, man hat ein paar Sekunden, um die Fragen vorher zu lesen.
Sehr komplexe Antworten, viele Screenshots und Belege.
Es sind viele intelligent verpackte OB Eruierumgen dabei. Thema Pittorie wird von OB fast vollständig geleugnet.
Nur als Beispiel sei eine Erklärung von Bellenhaus erwähnt, die er selbst auf den Projektor warf. Darin stand zu lesen als seine Antwort auf eine Anfrage an ihn: "Ich kenne Pittodrie Finance nicht."
Zwei Realitäten prallen weiter aufeinander im Wirecard München Gericht.
Bellenhaus hat fast immer heute versucht, dubiöse Wirecard Zahlungsströme, die auf ihn zeigten und an denen er mit anderen sich bereichert haben soll, als "Round-Tripping" zu deklarieren, für welches andere verantwortlich waren.
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Dieser Artikel wurde vollständig verfasst und geschrieben von Martin Dorsch, akkreditierter, unabhängiger, investigativer Journalist aus Europa. Er arbeitet nicht für ein Unternehmen oder eine Organisation, das/die von diesem Artikel profitieren würde, er berät solche nicht, besitzt keine Anteile an diesen und erhält bis dato auch keine finanziellen Mittel von solchen.