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Fragebogen-Beantwortung 2
Antworten von Oliver Bellenhaus auf Fragebogen von vor einem Jahr
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   Dunkler Lesemodus


Ein weiterer Wirecard Tag heute und morgen. Derzeit beantwortet Oliver Bellenhaus weiter den sehr langen Fragenkatalog, welcher vor einem Jahr an ihn übergeben wurde.

Bellenhaus liest weiter seine Anrworten zügig vor, sehr komplexe Sachverhalte die man kaum mitschreiben kann.

Am Ende der Fragenverlesung komnt es zum Eklat. Der Anwalt von VonErffa beantragt, dass die Antworten - sofern diese überhaupt Antworten seien, so der Anwalt - von Bellenhaus nicht zu verwerten sind.

Hintergrund ist, dass die Fragen vor über einem Jahr beantragt wurden. Der vorsitzende Richter ist empört über diesen Antrag und beschwert sich darüber, dass die Verteidigung, Zitat, "die selbst so geforderten Antworten nicht verwerten will".

Auf die vielfachen Fragen bezüglich seiner Frau teilte Bellenhaus ausschliesslich mit, Zitat, "ich werde mich nicht zu den Vermögenswerten meiner Frau äussern".

Auf eine Frage bezüglich eines Handelsblattartikel vom 23.12.2022 in dem es heisse, durch E-Mails sei dokumentiert, dass Oliver Bellenhaus sich mit Henry O’Sullivan in Dubai verabredet habe, um ihm zu zeigen, wo seine "BINs (Bank Identification Number) untergebracht seien", verneint Bellenhaus.

Er wirft danach eine Zahlungsübersicht mit japanischen Yen auf den Monitor und meint, das die Nachkommastellen eindeutig dafür seien, dass dies "alles Falschbuchungen" seien würden.

Interessant wird es, als um in Wien gelöschte Server und die Elastic Engine geht. Bellenhaus betätigt hier im Gericht, dass es eine Zwei-Faktor-Authentisierung für die Wirecard Cloud-Server gegeben habe und er dieses zweite Passwort der Staatsanwaltschaft nach deren Anfrage in 2020 (?) übermittelt habe.

Oliver Bellenhaus erklärt weiter, dass er keinen Wiener oder Dubaier Wirecard eigenen Server hätte abschalten können, da diese in separaten Räumen ohne eine Tastatur standen.

Nach dem Antrag der Verteidigung von vErffa über die Nichtverwertung der Antworten wie oben dargelegt, gibt es eine kleine Pause.

Danach beginnt die Verhandlung mit der Frage des Richters an Oliver Bellenhaus: "Sind Sie startklar ?", dies bezüglich einiger Fragen von Dr. Brauns Verteidigung von vor einem Kalenderjahr zu Festplatten im Hause seiner Mutter.

Bellenhaus wirft Fotos des Festplattengehäuses auf den Monitor, zirkelt das Herstellungsdatum unten rechts auf der Seagate-Fabrikationsschablone und meint, dass das dort angebracht Datum von 2015 alle Vorwürfe an ihn bezüglich der Wichtigkeit dieser Festplatten widerlegen würden.

Dr. Brauns Verteidiger Dierlamm hat danach das Wort und bezichtigt Bellenhaus ein, Zitat, "professioneller Lügner" zu sein. Es sei ein "Skandal, dass der staatsanwaltschaftlich erwählte Kornzeuge ein Jahr benötigt, um die Fragen an ihn zu beantworten."

Wirkliche Auskünfte würden durch Bellenhaus praktisch nie gegeben, Fragesteller systematisch diskreditiert und deren berechtigte Fragen von diesem regelmässig als "Verschwörungstheorie" verworfen um Antworten zu umgehen.

Auskünfte über CQR, Firstline, und Pittodrie gäbe es faktisch nie durch Bellenhaus, ebenso nicht über die ihm angeblich bekannten Geldabflüsse von 200 Milionen Euro dort. Bellenhaus habe überwiegend gelogen, "Nebelkerzen" habe er entzündet.

"Wenn die Festplatten nicht so wichtig seien, wieso weigern Sie sich, die darauf befindlichen Daten für alle endlich zu entschlüsseln", fragt Dierlamm.

Am Ende der Verhandlung wird ein weiterer Antrag der Verteidigung von Dr. Braun zur Aussetzung des Verfahrens verworfen, u.A. mit der Begründung, dass "dass Verfahren mindestens bis Ende 2024 terminiert ist und deshalb genügend Zeit sei, um Nachforschungen zu Zahlungsflüssen anzustellen", weiter, dass "keine überraschende Erkenntnisse durch solche Nachforschungen zu erwarten seien."

Der Richter teilte mit, dass, Zitat, "mit jedem ihrer Anträge [hier auf Aussetzung des Verfahrens] deren Wichtigkeit ja eh abnehme".

Danach eruiert der Richter sichtlich genüsslich die kürzlich verkündete Insolvenz der Beteiligungsgesellschaft von Dr. Braun.

Man diskutiert, ob die Mandate der derzeitigen Verteidigung von Dr. Braun gesichert seien auf Initiative des Richters. Richter fragt weiter an, ob "ein Pflichtverteidiger für den Angeklagten [Dr. Braun] bestellt werden müsse".

Zur Info: Pflichtverteidiger werden vom Gericht bestellt (!).

Anwalt Dierlamm antwortet ruhig, man werde sich mit dem bestellten Insolvenzverwalter zusammen setzen und die Sachlage zeitnah bereden.









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Dieser Artikel wurde vollständig verfasst und geschrieben von Martin Dorsch, akkreditierter, unabhängiger, investigativer Journalist aus Europa. Er arbeitet nicht für ein Unternehmen oder eine Organisation, das/die von diesem Artikel profitieren würde, er berät solche nicht, besitzt keine Anteile an diesen und erhält bis dato auch keine finanziellen Mittel von solchen.


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