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Zeugenvernehmungen und Events
Zusammenfassung der Zeugen Rittel und Bäumler-Hösl plus Events um Ende Februar 2025
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Nochmals eine Zusammenfassung der wichtigen Events und Aussagen der Zeugen der letzten zwei Wochen im #Wirecard Verfahren aus München bevor es kommende Woche Anfang März 2025 weitergeht.

SoKo Zeuge Rittel teilte am 20. Februar 2025 mit, dass einer der vernommenen EY-Mitarbeiter aussagte, dass ein #Wirecard Mitarbeiter der Treasury-Abteilung Informationen an die FT weiterleite ab 2019.

Weiter gab Rittel an, dass eine sog. "grüne Liste" bei der SoKo in Abstimmung mit der Sta München geführt wurde, in der man fast nur Firmen aus Europa aufnahm. Diese Liste diente als Filter für zu untersuchende Firmen und deren Kontenbewegungen mit Bezug zu Wirecard.

Firmen aus Asien wurden wegen der grünen Liste weitgehend ausgelassen, Kontenbewegungen dort kaum untersucht.

Eine Geldwäsche-Meldung der FIU an das KK72 in München und die Sta vom 15.7.2020 (dem Tag, als man Bellenhaus bei der Staatsanwaltschaft befragte) bezüglich Bellenhaus' Levantine Stiftung in Liechtenstein lag Rittel nicht an diesem Tag vor, diese habe er "später" eingesehen.

Die Vernehmung von Bellenhaus vom 15.7.2020 wurde nur teils vertont.

Rittel wusste nicht, wann genau Handytelefone und Laptops von Bellenhaus übergeben wurden.

Frage nach einem Motiv für ein angebliches Fälschen des gesamten (TPA)Geschäfts fand der SoKo Zeuge "nicht wichtig".

Hier die Details der Vernehmung von #Wirecard SoKo Mitarbeiter Tobias Rittel vom 20. Februar 2025.

https://www.sun24.press/de/wirecard-vernehmung-live-bericht-aus-dem-gerichtsaal-soko-zeuge.html

#Wirecard Zeugin Bäumler-Hösl gab in der folgenden Woche an, dass sie in einem Gebäude an der Münchener Schleißheimer Strasse angesiedelt war, etwa 20 Minuten Fussweg vom zentralen Gebäude der Staatsanwaltschaft München entfernt. Dort ist auch das Bayerische Oberste Landesgericht ansässig (dazu später weiter unten).

Sie gab am ersten Tag der Vernehmung an, dass Bellenhaus bereits zuvor in einigen Geldwäsche-Fällen aufgetreten sei.

Die Details des ersten Tags der Vernehmung der langjährigen #Wirecard Staatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl vom 26. Februar 2025 hier:

https://www.sun24.press/de/wirecard-vernehmung-live-bericht-aus-dem-gerichtsaal-schluessel-oberstaatsanwaeltin-1.html

Am zweiten Tag der #Wirecard Vernehmung teilte Bäumler-Hösl mit, dass der eigentlich für die Hafterlasse vom 22. Juli 2020 zuständige Staatsanwalt Bühring zur Vernehmung von Bellenhaus am 15. Juli 2020 im Sommerurlaub und somit abwesend war. Er kam offenbar erst am 20. Juli 2020 wieder in das Büro.

Die Verschriftungen der umfangreichen Vernehmung von Oliver Bellenhaus war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht fertig, trotzdem unterschrieb Bühring am selben Tag oder am 21.7.2020 die Haftbefehle gegen Ley, von Erffa, Dr. Braun, welche am frühen Morgen des 22.7.2020 ausgeführt wurden - dies fast ausschließlich aufgrund der Darlegungen von Oliver Bellenhaus gegenüber den Staatsanwälten Münchens vom 15.7.2020.

Gehaltsnachweise und IT-Geräte wurden von Bellenhaus weder bei dessen Inhaftierung, noch vor dessen Vernehmung allokiert.

Die Details des zweiten Tags der #Wirecard Vernehmung vom 27. Februar 2025 von Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl hier:

https://www.sun24.press/de/wirecard-vernehmung-live-bericht-aus-dem-gerichtsaal-schluessel-oberstaatsanwaeltin-2.html

Das #Wirecard Gericht verlas während des zweiten Tags der Vernehmung von Bäumler-Hösl am 27. Februar 2025 einige Urteile, darin wurden Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft nach mehr als zwei Jahren Gerichtsverfahren zumeist bezüglich Wirecard-Kreditvergaben an oCap fallengelassen, diese Anklagen betrafen Bellenhaus, von Erffa, Dr. Braun.

Unmittelbar nach diesen #Wirecard Urteilsverkündungen verlas die Verteidigung von Dr. Braun und von Erffa jeweils einen Antrag der beiden Beschuldigten auf Absetzung sämtlicher Richter, Nebenrichter und Ersatzrichter des Strafverfahrens aufgrund massiver Befangenheit wegen Ignorieren von Beweisanträgen, einem undemokratischen Rechtsprozess, Manipulation der Öffentlichkeit und mehr.

Einen Tag nach den Urteilen des #Wirecard Gerichts bezüglich fallen gelassener Strafanträge, sowie den Anträgen auf Absetzung sämtlicher Richter des Strafverfahrens durch Dr. Braun und von Erffa sowie dem zweiten Tag der Vernehmung von OSta Bäumler-Hösl gibt das oben in 5/ erwähnte Bayerische Oberste Landesgericht einen Entscheid zum Kapitalanleger-Musterverfahren (KapMUG) am 28. Februar 2025 bekannt.

Das in 5/ erwähnte BayObLG, das im selben Gebäude ansässig ist wie die einen Tag zuvor vernommene #Wirecard OSt Bäumler-Hösl damals bei deren Außenstelle der Staatsanwaltschaft München, kündigt nach drei (3!!) Jahren KapMUG Verfahren genau am 28. Februar 2025 an, dass die Ziele(!) des sog. "Vorlagenbeschlusses" weitgehend unzulässig seien, somit der Rahmen des Verfahrens(!) zumeist ungültig.

https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/bayerisches-oberstes-landesgericht/presse/2025/1.php


Weitere Details zum #Wirecard KapMUG Entscheid des BayObLG hier:

https://x.com/SkyMartiner/status/1895777350404669880

Wenige Tage danach machten am 7. März 2025 in deutschen Radionachrichten (z.B. Dlf) nicht etwa die Meldung über die Befangenheitsanträge einige Tage zuvor gegen sämtliche #Wirecard-Richter die Runde, sondern ein Gerichtsurteil aus London - dies betreffend einem angeblichen bulgarischen Spionagering mit Bezug zum flüchtigen Jan Marsalek.

Die Nachricht über das Londoner Verfahren gegen eine Reihe von bulgarischen Spionen, die angeblich "US-Militäreinrichtungen ausspioniert" hätten, kam natürlich zuerst wieder einmal von der Financial Times.

https://www.ft.com/content/a3be7f26-f452-4585-9389-c6dc5c4b4978

Wichtig zum Londoner Verfahren in 15/ mit Bezug zu bulgarischen Spionen genau zur rechten Öffentlichkeits-Verwirrungs-Manipulations-Zeit ist zu noch erwähnen, dass #Wirecard s langjähriger und umtriebiger COO Jan Marsalek weder angeklagt, noch verurteilt wurde.

Wichtiger Nachtrag noch zum zweiten Tag der #Wirecard Vernehmung von Frau OSta Bäumler-Hösl: für die FIU-Geldwäsche-Meldung vom 15. Juli 2020 betreffend Oliver Bellenhaus' Levantine Stiftung in Liechtenstein war laut Aussage der Zeugin "Staatsanwältin Lemmers zuständig".









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Dieser Artikel wurde vollständig verfasst und geschrieben von Martin Dorsch, akkreditierter, unabhängiger, investigativer Journalist aus Europa. Er arbeitet nicht für ein Unternehmen oder eine Organisation, das/die von diesem Artikel profitieren würde, er berät solche nicht, besitzt keine Anteile an diesen und erhält bis dato auch keine finanziellen Mittel von solchen.


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