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Wirecard Ernte
Über Rosen aus der Schweiz und Wirecard-Bären
3. April 2024 / Zuletzt editiert vor 11 Monaten
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Hunter Biden, Sohn von US-Präsident Joe, ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied von BHR Partners, einer Private-Equity-Firma, die eine Tochtergesellschaft von Bohai Harvest Rosemont ist. BHR Partners wurde in 2013 von Hunter Biden, Devon Archer und John Kerrys Stiefsohn Christopher Heinz gegründet. Das Unternehmen hat Büros in Washington, D.C. und Peking. BHR Partners investiert in eine Vielzahl von Branchen, darunter Gesundheitswesen, Technologie und Energie.
Die Muttergesellschaft von BHR Partners, Bohai Harvest Rosemont, ist ein chinesisches Private-Equity-Unternehmen, welches 2016 eine Minderheitsbeteiligung an der Monterosa Group mit damaligem Sitz in der Schweiz erworben hatte. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben, dürfte sich aber auf etwa 200 Mio. USD belaufen.
Im Januar 2022 erwarb Bohai Harvest Rosemont zudem eine weitere Beteiligung an Monterosa Group für eine nicht genannte Summe. Durch diese Transaktion wurde die Beteiligung von Bohai Harvest Rosemont an der Monterosa-Gruppe von einer Minderheitsbeteiligung auf eine Mehrheitsbeteiligung erhöht.
Fast alle Pressemitteilungen über die Beteiligung der chinesischen Bohai Harvest Rosemont an der Monterosa Group von 2022 sind aus dem Internet gelöscht worden.
Das chinesische private BHR-Equity-Unternehmen, das in eine Reihe von Skandalen um die Biden-Familie verwickelt ist, hat Insidern zufolge den zusätzlichen Anteil an der Monterosa Group im Jahr 2022 von bestehenden Aktionären erworben. Die Investition von 2022 bewertete die Monterosa Group nach Angaben von Beteiligten neu bei rund 2 Milliarden US-Dollar.
Hunter Bidens BHR Partners und die Monterosa Group haben in der Vergangenheit auch direkt bei Investitionen zusammengearbeitet. So investierten BHR Partners und die Monterosa Group 2017 gemeinsam in ein chinesisches Gesundheitsunternehmen namens WuXi Biologics, welches Inhaltsstoffe für den Impfstoff Covid-19 von AstraZeneca herstellte.
Im Jahr 2015 investierte Hunter Bidens BHR Partners zudem 50 Millionen US-Dollar in ein Unternehmen namens GoBear in Singapur. Verschiedene Pressemitteilungen zu dieser Investition aus 2015 sind ebenfalls aus dem Internet gelöscht worden. Die niederländischen Unternehmen Walvis Participates und die Versicherungsgesellschaft AEGON investierten 2016 zusätzlich 10 Millionen US-Dollar, so dass GoBear in der Serie-B-Runde insgesamt 60 Millionen US-Dollar einnahm. Whistleblower Pav Gill war bei genau diesem GoBear Unternehmen in Singapur als leitender Rechtsberater tätig, bevor er 2017 zu Wirecard wechselte.
Im März 2023 wurde die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Monterosa Group, die Monterosa Services AG, in einem Beweisantrag erwähnt während des Wirecard-Prozesses, welcher im Dezember 2022 begann. Monterosa Services AG wird vorgeworfen, mindestens $340 Millionen US-Dollar von Wirecard-Konten abgezweigt zu haben, und zwar vor - nicht nach - der Insolvenz.
Der Beweisantrag aus dem Jahr 2023 wurde vor Gericht mehrfach abgelehnt, wie fast alle anderen Anträge der Verteidigung des ehemaligen Wirecard CEO Dr. Braun ebenso. Staatliche Behörden in Deutschland, vor allem aus München, weigern sich bis heute, die Büros von Monterosa durch Schweizer Strafverfolger durchsuchen zu lassen. Die Europäische Strafverfolgungsbehörde fühlt sich nach Kontaktaufnahme nicht sonderlich zuständig.
Im März 2025 wurde im Gerichtsaal des Wirecard Strafverfahrens in München-Stadelheim durch den zuständigen Richter verkündet, dass es keinen sonderlichen Sinn machen würde, 4 bis 5 Schweizer Zeugen mit Bezug zu den mindestens 340 Millionen Euro nochmals vernehmen zu lassen. Man müsste dafür 4 bis 5 verschiedene Kantone kontaktieren, zudem hätten die Schweizer Zeugen bereits schriftlich zuvor ausgesagt. Darin wurde von einem Zeugen bereits bestätigt, dass 340 Millionen Euro über seine Firma in der Schweiz vor der Wirecard-Insolvenz liefen.
Dieser Artikel wurde vollständig verfasst und geschrieben von Martin Dorsch, akkreditierter, unabhängiger, investigativer Journalist aus Europa. Er arbeitet nicht für ein Unternehmen oder eine Organisation, das/die von diesem Artikel profitieren würde, er berät solche nicht, besitzt keine Anteile an diesen und erhält bis dato auch keine finanziellen Mittel von solchen.
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